Paracelsus Stein bei der Teufelsbrücke

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Paracelsus-Denkmal

Egg

Das Paracelsus-Denkmal steht bei der Teufelsbrücke in Egg. Der Wahlspruch von Paracelsus lautete «Alterius nos sit qui suus esse potest» – «Ein jeder bleibe wie ein Fels in senem Wesen».

Paracelsus – eigentlich Theophrastus Bombastus Aureolus, Philippus von Hohenheim – wurde 1493 oder Anfang 1494 in Einsiedeln geboren. Seine Mutter war ortsansässige Einsiedlerin, der Vater ein zugereister Arzt aus der Nähe des heutigen Stuttgart. Er nahm den Knaben nach dem Tod der Mutter 1502 nach Villach (Österreich) in sein neues ärztliches Arbeitsgebiet mit.

Paracelsus arbeitete als Hospitant an der Bergschule und als Laborant in den nahen Metallhütten und Mineralbergwerken. Seine medizinischen Studien schloss er 1516 mit dem Doktorat in Ferrara ab. Danach wirkte er von 1519 bis 1520 als Feldarzt, bevor er sich 1524 als praktizierender Arzt in Salzburg niederliess. 1527 wurde Paracelsus zum Stadtarzt und Honorarprofessor an der Universität in Basel ernannt. Bald geriet er in Konflikt mit der Fakultät und seinen Kollegen, denen seine neuartigen Auffassungen widerstrebten.

Mit der Flucht aus Basel im Jahre 1528 begann für ihn ein bewegtes, lehrreiches Wanderleben und zugleich eine bedeutende schriftstellerische Tätigkeit. In St. Gallen und im Appenzellerland, wo er als Arzt und als Laienprediger wirkte, entstanden die ersten theologischen Aufzeichnungen (1532/1533). 1541 kehrte Paracelsus nach Salzburg zurück, wo er noch im selben Jahr, am 24. September, starb. Da Paracelsus seiner Lebtag Leibeigener des Klosters Einsiedeln war, sandte der damalige Abt einen Mönch nach Salzburg, um den so genannten Todfall (die dem Kloster testamentarisch zustehende Erbschaft), in diesem Falle einen silbernen Becher, einzuziehen.

Paracelsus entwickelte neue Arzneimittel mit Hilfe von anorganischen Verbindungen, durch die er die bisher üblichen Drogen und Pharmaka ersetzte. Zudem bezog er die Chirurgie ausdrücklich in seine Heilkunst ein. Mit seiner ganzheitlichen Behandlung versuchte er eine Krankheit nicht nur zu diagnostizieren, sondern auch deren Ursache und Therapie in einem grösseren Zusammenhang zu sehen und zu deuten. Kosmische Einflüsse, aber auch seelische bzw. psychische Faktoren zog er mit ein.

Als Arzt, Alchimist, Philosoph und Theologe hat Paracelsus gerade heute wieder an Bedeutung gewonnen.

Erstmals gedachten die Einsiedler ihres berühmtesten Sohnes im Jahre 1941, anlässlich des 400. Todestages. 1993 wurde der 500. Geburtstag von Paracelsus gebührend gefeiert, um die Erinnerung an ihn im Gedächtnis der Bevölkerung wachzuhalten. ©
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